Der Wurzerhof ist einzigartig in Tirol. Die Hofstelle wurde bereits im Jahr 1433 urkundlich erwähnt. Seit 2001 steht das Ensemble mit Kapelle, Museum, Säge- und Getreidemühle, Waschhütte, Schmiede unter Denkmalschutz. Unsere Urlaubsgäste und Besucher erleben am Wurzerhof alpenländische Geschichte und Kultur.

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Besichtigung & Führungen

Gemeinsam mit dem Heimatpflegeverein Villgraten bieten wir Führungen auf dem Wurzerhof an. Nach telefonischer Anmeldung tauchen unsere Gäste im “belebten Museum” tief in die Geschichte des Hofs ein. In 1,5 - 2 Stunden erfahren sie dabei, wie früher gearbeitet wurde, welche Werkzeuge dabei benutzt wurden und wie die Traditionen der Vorfahren noch heute unser Leben prägen.

Individuelle Führungen für Gruppen ab 10 Personen sind nach telefonischer Terminvereinbarung das ganze Jahr über möglich.
Preis für Gruppen ab 15 Personen EUR 5,00 pro Person

Nur nach Voranmeldung:

Telefon +43 (0)664 5166375

von Mitte Juni bis Mitte September

Führung jeweils Freitag um 14 Uhr
€ 6,50 pro Person


Machlkammer

Auf dem Wurzerhof waren seinerzeit 20 - 30 Handwerker beschäftigt. Die Arbeitsgeräte, welche sie als Forstleute, Zimmerer, Schuster oder Tischler brauchten, fertigten sie selbst. Wie einfallsreich und fleißig sie dabei gewesen sind, erfahren unsere Gäste beim Besichtigen der Machlkammer. Hier werden die traditionellen Handwerksgegenstände aufbewahrt.

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Mühle

In vergangenen Tagen wurde rund um den Wurzerhof Getreide angebaut. Speise- und Futtergetreide sowie Gerstenstampf wurden in einer Dreifachmühle gemahlen. 1867 wurde die Mühle nach einem Hochwasser wieder als Dreifachmühle errichtet. 1952 wiederum bei einem Hochwasser wurden alle Mühlenräder weggerissen. 1955 wurde dann die Mühle elektrifiziert. Im Jahre 2000 wurde die Mühle restauriert. Es wurden zwei Antriebsräder im Original montiert. Das eine zum Getreidemahlen und das andere für den Gerstenstampf (zum Schroten von Gerste). Heute stellen wir in unserer Mühle Demeter-Mehl her, dass wir auch an Gäste verkaufen.


Kapelle

Die im Jahre 1675 erbaute Kapelle wurde bei einem Hochwasser im Jahre 1855 weggerissen. Bei diesem Hochwasser bot sie Sepps Großvater lebensrettenden Schutz. In Dankbarkeit baute er die kleine Kirche wieder auf und weihte sie der heiligen Katharina. Sepp hat 15 Jahre lang als Kapitän der Landstraße gearbeitet, wobei ihn die meisten seiner Touren von Sizilien bis nach Norwegen führten. Wenn er bei seiner Tour um 4.00 Uhr früh in Bozen-Süd den Tunnel mit der darauf gebauten Kapelle erreichte, fühlte er sich schon zu Hause. Und bei einem Stoßgebet für die hl. Katharina schwor er sich immer: wenn ich irgend wann mal lebend diesen “Scheiß-Karren” verlasse, so werde ich zum Dank unsere Kapelle wieder renovieren. Und nach einiger aufwendigen Renovierung 2004/05 wurde dieser Schwur eingelöst. Seitdem vermittelt die Kapelle den Besuchern Besinnlichkeit und Frieden.

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Säge

Die Sägemühle erbaut 1876 liegt direkt am Winkeltalbach. Nach dem Hochwasser 1952, bei dem die Antriebsräder weggerissen wurden, wurde die Säge elektrifiziert. Zwei Holzknechte arbeiteten damals beinahe rund um die Uhr im Sägewerk. Die dort geschnittenen Bretter wurden mit den Pferden bis nach Venedig gebracht. Die Arbeit in der Säge wurde aber bald unrentabel und sie wurde daraufhin zugesperrt.
Dem Sepp aber war es ein großes Anliegen, das ganze Wurzerhof-Ensemble wieder zum Leben zu erwecken und somit wurde die alte Säge wieder komplett im Stile zu Großvaters Zeiten restauriert.
Alles bis auf den E-Motor ist authentisch wie vor 100 Jahren. Heute schneiden wir Spezialwaren und Speziallängen, die in erster Linie von denkmalgeschützten Objekten benötigt werden (Bodenbretter, Bloche u.s.w.) Die offizielle Eröffnung unserer alten denkmalgeschützten Säge soll ca. Ende Juni 2015 stattfinden.

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Waschkuchl

Die alte Waschkuchl am Wurzerhof wird heute zum Selchen von Würsten und Speck genutzt. Die ehemalige Kuchl mit Waschvorrichtung und einer Selche eröffnet unseren Gästen einen Blick zurück in alte Wurzerhof-Zeiten.

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Der Wurzerhof mit dem Regenstein im Hintergrund im Jahre 1946.